Weinend stand ich vor ihm, flehte ihn an, obwohl ich genau wusste wie sinnlos es war. Er nahm mich fest in den Arm, sagte ich solle mich beruhigen. Küsste meine Tränen weg. Einen scheißdreck wollte ich mich beruhigen. Ich wollte einfach für immer in seinen Armen sein. "Wenn du mich wirklich liebst, dann bleib bei mir.", versuchte ich es noch einmal. Doch es war hoffnungslos. Er würde gehen und nie wieder kommen. Der Gedanke war für mich unerträglich. "Ada, wir hatten diese Diskussion jetzt schon tausend mal und du weißt, dass es nicht anderes geht. Unsere gemeinsame Zeit werde ich niemals vergessen, diese wunderbaren Tage und Nächte mit dir, aber das weißt du hoffentlich auch." Seine Worte machten es nur noch schlimmer. Ich fing wieder heftiger an zu weinen. Wie ein kleines Kind, was nicht seinen Willen bekommt. Und im Grunde war es ja auch so. Ich blickte in seine wunderschönen dunklen Augen, sie sahen müde und traurig aus. Die letzten Minuten mit ihm und ich benahm mich schrecklich. "Ich muss jetzt wirklich los, meine Süße. Möchtest du mir noch was sagen?" Ich schüttelte stumm den Kopf. Nein ich wollte nichts mehr sagen. Alles war gesagt, was gesagt werden musste. "Ich aber", sagte er schließlich. Er beugte sich zu mir runter und flüsterte mir ein letztes Mal: "Ich liebe dich" ins Ohr. Er küsste mich ein letztes Mal auf die Stirn und griff anschließend er nach der Türklinke um die Tür zu öffnen. Und dann ging er. Einfach so. Ich sah ihm hinterher, bis er in der Dunkelheit verschwand. Es war das letzte Mal, dass ich ihn sah. "Ich liebe dich auch, Adam", rief ich in die Dunkelheit, doch er hörte es vermutlich nicht mehr.
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Zwei Monate ist es nun vorbei. Und es wird besser. An manchen Tagen denk ich gar nicht mehr an ihn, an anderen Tagen genieße ich die Erinnerungen an ihn und lass sie mit Freude zu, dann gibt es Tage an denen ich mich Frage warum ich ihn eigentlich so liebe und an wieder anderen Tagen ist die Erinnerung unerträglich und ich würde mich am liebsten den ganzen Tag in meinem Bett verkriechen. Aber im Grunde weiß ich, dass ich ihn immer noch so sehr will, wie an dem Tag, an dem wir uns das erste mal sahen. "Du musst jemand anderes finden", sagte er mal zu mir. Das war natürlich das letzte was ich hören wollte. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich jemals eine Person finde, die mich annähernd so sehr verzaubert und fasziniert wie er. Eine Person die mich zum lachen, lernen und nachdenken bringt. Er hat mir Seiten am Leben gezeigt die ich vorher nicht kannte.Seiten an mir die ich bisher noch nicht kannte. Danke für alles, Adam.
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